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Arbeitsvermittlung durch IV-Stellen: Zahlen konstant hoch

Berufliche Eingliederung ist für alle Partner lohnenswert

Luzern, 06. März 2018 – Insgesamt 20'133 Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden 2017 in der Schweiz im Arbeitsmarkt platziert. Die IV-Stellen-Konferenz bestätigt den erfolgreichen Kurs in der Eingliederungsarbeit der letzten Jahre und vermeldet für 2017 einen leichten Anstieg an Arbeitsvermittlungen.

Auch im vergangenen Jahr konnten die IV-Stellen in der Schweiz zusammen mit den Arbeitgebern viele Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen dabei unterstützen, im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen oder ihre jetzige Stelle zu behalten. Die Zahl der schweizweit 20’133 betroffenen Personen umfasst 10’976 Personen, die ihren Arbeitsplatz durch Eingliederungsmassnahmen behalten konnten, 2507 Personen die im gleichen Betrieb eine neue Stelle erhielten sowie 5931 Personen, die einen Arbeitsstelle in einem neuen Unternehmen fanden. 719 Personen konnten zudem infolge einer Rentenrevision eine neue Stelle antreten. Diese Arbeitsvermittlungszahlen werden jährlich durch die 26 kantonalen IV-Stellen ermittelt und von der IV-Stellen-Konferenz veröffentlicht. 

Das Potenzial der Eingliederung aufzeigen

“Es freut uns, den erfolgreichen Trend der letzten Jahre fortsetzen und für 2017 sogar wieder leicht steigern zu können», so die Präsidentin der IV-Stellen-Konferenz, Monika Dudle-Ammann.

Um diese Entwicklung weiterzuführen, sind die IV-Stellen sowie auch ihre Partner gefordert. «Die Eingliederung kann nur dann funktionieren, wenn wir alle eng und mit den gleichen Zielen vor Augen zusammenarbeiten: Sozialversicherer, Arbeitgeber, Ärzte und betroffene Personen», betont Dudle-Ammann, und fügt hinzu: «Wir hoffen, durch unsere Arbeit und die positiven Resultate noch mehr Arbeitgebern das Potenzial der Eingliederung aufzeigen zu können». 

Im letzten Jahr wurden zusätzliche wichtige Schritte in diese Richtung eingeschlagen:

Die Nationale Konferenz zur Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderung hat alle Eingliederungspartner an einem Tisch vereint. Die so erarbeiteten Handlungsansätze und Good Practice Beispiele fördern die Schaffung neuer Instrumente, günstiger Rahmenbedingungen und Anreizsysteme für Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Ärzte und Versicherer. 
Unter der Federführung von Compasso wurde das ressourcenorientierte Eingliederungsprofil (REP) entwickelt. Mit Hilfe dieses Instruments können die detaillierten Arbeitsplatzanforderungen zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Ärzten ausgetauscht und die Eingliederungspotentiale genau definiert werden.

Ein spezieller Fokus soll bei der Eingliederungsarbeit zudem auf die Jugendlichen und auf Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung gelegt und die Massnahmen für diese Zielgruppen ausgebaut werden. So sieht es auch die Botschaft zur Weiterentwicklung der IV vor, welche demnächst vors Parlament kommt.

Für weiterführende Informationen:

• Medienmitteilung vom 6. März 2018
• Nationale Konferenz zur Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderung
• Ressourcenorientiertes Eingliederungsprofil (REP)