Künstliche Intelligenz – Schein oder Sein?

Der Jahresanlass aller I­V-Stellen vom 11. September 2025 in Bad Zurzach befasste sich mit den Auswirkungen und Herausforderungen künstlicher Intelligenz (KI). Auch in der Umsetzung der Invalidenversicherung bieten die Instrumente der KI Chancen und Risiken. In zwei Referaten wurde den Gästen eingehend erklärt, was es mit der KI auf sich hat. Drei I­V-Stellen haben im Rahmen von Workshops die bei ihnen im Einsatz befindlichen KI-Instrumente vorgestellt.,

Künstliche Intelligenz – Schein oder Sein?

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Maschinen übernehmen immer mehr Aufgaben, die bisher menschliche Intelligenz erforderten. Dabei ist die Technologie nicht neu, doch die Frage, wie sie heute sinnvoll und verantwortungsbewusst eingesetzt werden kann, bewegt uns alle.

Kevin Kuhn, C­E­O von gopf.com, verglich die Entwicklung der KI mit einer Bergbesteigung. Für eine Bergbesteigung braucht es Zeit, Verständnis und die richtigen Werkzeuge. Er zeigte auf, wie Organisationen oft an ihren eigenen Werkzeugen, nämlich den Datenlandschaften, scheitern. Zu viele Systeme und unübersichtliche Strukturen ergeben keine saubere Datenbasis, ohne die jede KI wirkungslos bleibt.

Zehra Sirin, Geschäftsführerin und Beraterin bei Size Consens, zeigte auf, dass es nicht um die Technologie selbst, sondern um die Menschen, ihre Ängste, Unsicherheiten und Verantwortlichkeiten geht, die nicht der Maschine übertragen werden dürfen. Sie plädierte für den Einsatz eines Operating-Modells für KI, welches normative Grundlagen, klare Rollen und partizipative Prozesse umfasst.

Die eigene Datenkompetenz gilt als Schlüssel für eine gut funktionierende KI. Wer Daten versteht, kann Risiken erkennen, Chancen nutzen und Verzerrungen kritisch hinterfragen. Das gilt auch für die I­V. Jedoch hebeln die geltenden strengen Regeln die notwendige Experimentierfreudigkeit aus. Dabei könnten kurze, über wenige Wochen dauernde Experimente rasche Erkenntnisse liefern. So könnte analysiert werden, wo der Einsatz von KI für die I­V lohnenswert ist.

Im zweiten Teil  haben die I­V-Stelle Waadt, die SVA Aargau sowie die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS) ihre im Einsatz respektive in der Testphase stehenden KI-Applikationen vorgestellt. Mit einer von einer KI kreierten Zusammenfassung fand die Perspektive+ einen gelungenen Abschluss.

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